photo Netflix und Zensur: Streaming-Dienste im Dilemma

Netflix und Zensur: Streaming-Dienste im Dilemma

Nachdem Netflix eine Comedy-Folge für Nutzer in Saudi-Arabien entfernt hat, ist die Aufregung groß. Der Fall zeigt: Streaming-Dienste bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Recht, Werten und Wirtschaftsinteressen.

"Jetzt wäre eine gute Zeit, unsere Beziehung zu Saudi-Arabien zu überdenken. Das sage ich als Muslim und als Amerikaner." Hasan Minhaj, 33 Jahre alt, schwarze Jeans, weiße Sneaker, spricht die beiden Sätze direkt in die Kamera.

Zu sehen ist das in der zweiten Folge der im Oktober gestarteten Netflix-Comedy-Show "Patriot Act". In den darauffolgenden rund 20 Minuten spricht Minhaj über den Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi, für den der US-Senat jüngst offiziell Saudi-Arabien verantwortlich machte, über die Inhaftierung saudischer Aktivistinnen, über die Rolle Riads im Jemen-Konflikt - und vor allem über Kronprinz Mohammed bin Salman. Der kommt schlecht weg bei dem Comedian, der bisher vor allem aus der US-amerikanischen TV-Satire "The Daily Show"

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