photo Kommentar: Ein Trauerspiel um das #Bluegirl

Kommentar: Ein Trauerspiel um das #Bluegirl

Warum muss erst eine Tragödie geschehen, ehe die (Fußball-)Welt hinsieht? Die Selbstverbrennung der jungen Iranerin Sahar Khodayari alias #Bluegirl offenbart auch die Hilflosigkeit der FIFA, meint Joscha Weber.

Sahar Khodayari gab für die Botschaft, die ihr so wichtig war, das Wertvollste, das sie besaß - ihr Leben. Am 1. September übergoss sich die 29-jährige Iranerin vor dem Islamischen Revolutionsgericht in Teheran mit Benzin und zündete sich an. Sie sollte ins Gefängnis, weil sie Fußballspiele besucht hatte - was Frauen im Iran immer noch nicht erlaubt ist. Sahar Khodayari wollte ein Zeichen setzen, ein tragisches und trauriges. Doch dieser ultimative Hilfeschrei blieb lange ungehört. Während sich in den sozialen Netzwerken große Anteilnahme am Schicksal der wegen ihrer blauen Kleidung im Stadion #bluegirl genannten Frau manifestierte, schwieg der Fußball-Weltverband.

Neun Tage brauchte die FIFA, um zu reagieren, auf diese Tat, die einen dunklen Schatten auf

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